Kärntner Landesverband Legasthenie

Der Kärntner Landesverband Legasthenie (KLL) wurde 1996 gegründet. Er ist als Sektion des Ersten Österreichischen Dachverbandes Legasthenie (EÖDL) weit über die Grenzen tätig. Heute hat der KLL mit dem EÖDL Mitglieder, Interessierte und Unterstützer in 120 Ländern weltweit.

FOCUS Auszeichnung: Bester Anbieter Weiterbildung 2026 - EÖDL Legasthenie
Bester
Anbieter

Was ist Legasthenie?

Informationen zu Legasthenie, Dyskalkulie und LRS

15%
der Weltbevölkerung betroffen
60-70%
Vererbungswahrscheinlichkeit
64
Länder mit diplomierten Trainern

Definition nach Dr. Astrid Kopp-Duller (1995)

Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenten Sinneswahrnehmungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen. Dies führt zu Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.

Ursachen der Legasthenie

Neuere Forschungen zeigen, dass Legasthenie genetische Ursachen hat. Die Chromosomen 1, 2, 3, 4, 6, 15, 17 und 18 sind an der Vererbung beteiligt. Diese genetische Veranlagung führt zu differenten Sinneswahrnehmungen, die das Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens erschweren können.

Legasthenie ist keine Krankheit, Behinderung oder Störung, sondern eine besondere Form der Informationsverarbeitung, die angepasste pädagogische Methoden erfordert.

Legasthenie

  • Genetisch bedingt
  • Andere Informationsverarbeitung
  • Normale bis hohe Intelligenz
  • Lebenslang vorhanden

LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)

  • Erworben durch äußere Umstände
  • Durch Krankheit oder Belastung
  • Oft vorübergehend
  • Andere Intervention nötig

Diagnostik: Der AFS-Test

Der pädagogische AFS-Test (Aufmerksamkeit - Funktion - Symptom) ist ein bewährtes Verfahren zur Feststellung von Legasthenie und Dyskalkulie. Er misst drei zentrale Bereiche: die Aufmerksamkeit beim Umgang mit Symbolen, die Sinneswahrnehmungen (Funktionen) und die Fehlersymptomatik. Der früheste Zeitpunkt für eine Feststellung liegt in der zweiten Hälfte der ersten Schulstufe.

Förderung durch diplomierte Legasthenietrainer

Diplomierte Legasthenietrainer bieten individuelle pädagogische Unterstützung basierend auf der AFS-Methode. Diese kombiniert gezieltes Training der Sinneswahrnehmungen, Steigerung der Aufmerksamkeit und Symptomtraining. Frühe Erkennung und gezieltes Training ermöglichen es betroffenen Kindern, die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen erfolgreich zu erlernen.

Vier von fünf erfolgreichen Legasthenikern sehen ihre legasthene Denkweise sogar als Erfolgsfaktor. Legasthene Menschen sind häufig hochbegabt, besonders in technischen und kreativen Bereichen.

Im Dienste legasthener und dyskalkuler Menschen

Kärntner Landesverband Legasthenie - Team und Büro
  • Bildung ›› Erwachsenenbildung
  • Bildung ›› Aus-/Weiterbildung, berufliche
  • Kinder / Jugend ›› Interessenvertretung
  • Bildung ›› Initiative / Selbsthilfe / Treffpunkt / Verein etc., berufliche
  • Bildung ›› Interessenvertretung, berufliche
  • Bildung ›› (Rechts-)Beratung / Information, berufliche
  • Bildung ›› Dokumentation / Forschung / Wissenschaft, berufliche
  • Bildung ›› Erwachsenenbildung, berufliche

Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Legasthenie, LRS und Dyskalkulie

Als Legasthenie bezeichnet man die Problematik, wenn es bei offensichtlich intelligenten Kindern zu einer Diskrepanz zwischen ihren allgemeinen Leistungen und den Leistungen, die sie im Schreib-/Lesebereich erbringen, kommt, welche genetische Ursachen hat. Ein legasthener Mensch nimmt bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt nach, wenn er auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen trifft.
Neuere Forschungen zeigen genetische Komponenten. Sechs Chromosomenregionen wurden identifiziert, die Lese- und Rechtschreibfähigkeit beeinflussen. Diese verursachen differente Sinneswahrnehmungen, die das Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens erschweren. Die Wahrscheinlichkeit der Vererbung in betroffenen Familien liegt bei 60-70%.
Als Dyskalkulie bezeichnet man Schwierigkeiten der Kinder im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenoperationen. Die Verursachung liegt noch weitgehend im Ungewissen, weil sich die Forschung noch nicht sehr lange mit dieser Problematik beschäftigt. Man nimmt aber an, dass diese ähnliche Ursachen wie die Legasthenie hat.
Nein. Legasthenie ist genetisch angelegt und lebenslang vorhanden. LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) ist eine erworbene, oft vorübergehende Problematik durch psychische oder physische Ereignisse wie Krankheit, Schulwechsel oder familiäre Belastungen. Die Interventionen müssen bei beiden Formen unterschiedlich ausfallen.
Der früheste Zeitpunkt für eine Feststellung liegt in der zweiten Hälfte der ersten Schulstufe. Das Kind muss sich ausreichend mit Buchstaben und Zahlen auseinandergesetzt haben, damit eine verlässliche Diagnose möglich ist.
Diplomierte Legasthenietrainer können auf pädagogischer Ebene eine Feststellung treffen. Auch eine Anamnese ist erforderlich. Bei Verdacht auf Begleitschwierigkeiten sollten zusätzlich Fachleute aus Medizin und Psychologie hinzugezogen werden.
Nein. Die zeitweise Unaufmerksamkeit legasthener Kinder beim Schreiben und Lesen drückt aus, dass sie mit der angebotenen Methode nicht zurechtkommen. Diese Begleitsymptome entstehen erst mit Schulbeginn. Echte Konzentrationsschwächen zeigen sich hingegen bereits viel früher.
Es gibt keine universelle Methode. Die Förderung muss individuell und vielschichtig sein und darf nicht nur am Symptom üben. Diplomierte Legasthenietrainer nutzen die AFS-Methode, die Sinneswahrnehmungen, Aufmerksamkeit und Symptomtraining gezielt kombiniert. In Studien konnte so 85% der betroffenen Kinder geholfen werden.
Weil die Fehler beim Schreiben und Lesen lediglich die Symptome einer Legasthenie sind, aber nicht die Ursache. Nur am Symptom zu arbeiten führt zu Frustration ohne nachhaltigen Erfolg. Es müssen auch die Aufmerksamkeit und die Sinneswahrnehmungen trainiert werden.
Ja, Legasthenie bleibt lebenslang bestehen. Mit spezieller Förderung können die Schwierigkeiten aber überwunden werden, sodass Betroffene erfolgreich Lesen, Schreiben und Rechnen erlernen. Viele erfolgreiche Menschen sind Legastheniker und sehen ihre besondere Denkweise sogar als Vorteil.
Nicht nur das rechtzeitige Erkennen der Legasthenie und die individuelle Förderung sind Voraussetzungen für den angestrebten Erfolg, sondern von größter Wichtigkeit ist, dass das legasthene Kind in seiner Umgebung auf weitreichendes Verständnis für seine Problematik trifft. Zusammenarbeit zwischen Kindern, Eltern, Lehrern und Spezialisten ist erforderlich.
Eine genaue Zahl ist wegen der hohen Dunkelziffer schwer zu ermitteln. Die Schätzung liegt heute bei etwa 15% der Weltbevölkerung, die von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen ist.

Quelle: 30fragen.com - 30 Fragen zum Thema Legasthenie, LRS und Dyskalkulie

Meinungen

Bewertungen auf Ausgezeichnet.org
"Ausgezeichnet - anspruchsvoll - von hoher Qualität - hilfsbereit. Immer zur Stelle sobald man Hilfe benötigt. Schnell und unkompliziert. Ich würde immer wieder ein Studium beim EÖDL aufnehmen."
Franz Gruber - Diplomierter Legasthenietrainer
Franz Gruber
Dipl. Legasthenietrainer
"Das Fernstudium ist gut aufgebaut und man fühlt sich super vorbereitet für die spätere Arbeit in diesem Bereich."
Annemarie Kitzer - Diplomierte Lerndidaktikerin
Annemarie Kitzer
Diplomierte Lerndidaktikerin
"Ich bin überzeugt von der messbaren Methode des AFS-Tests. Nach ca. 10 Trainingseinheiten ist bereits eine deutliche Veränderung erkennbar. Der schulische Erfolg der Trainingskinder, erfreut mich jeden Tag aufs Neue."
Melanie Borowiak - Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin
Melanie Borowiak
Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin
"Wunderbares Fernstudium! Ich bin mehr als zufrieden! Das Lernmaterial ist umfassend und toll beschrieben! Das Kundencenter ist für alle Fragen jederzeit erreichbar und sehr freundlich :-) ich bin sehr froh, diese Studiengänge belegt zu haben!"
Sabrina P. - Studentin
Sabrina P.
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Babsi Schuster - Diplomierte Lerndidaktikerin
Babsi Schuster
Diplomierte Lerndidaktikerin